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Mitochondrium

AUFBAU EINES MITOCHONDRIUMS

Von außen ist das gesamte Mitochondrium durch eine äußere Membran umschlossen, durch die der Austausch von Molekülen und Ionen zwischen dem Mitochondrium und der restlichen Zelle erfolgt. Nur kleinste Moleküle können die äußere Membran passieren.

Die innere Membran weist mikroskopische Partikel auf, die den Durchmesser von 8,5 nm (nanomillimeter) haben. Hier findet die Energieversorgung durch Erzeugung von ATP (Adenosin-Triphosphat) statt.

Das Innere des Mitochondriums ist mit einer flüssigen Matrix gefüllt.

Die Matrix enthält mitochondriale DNA (mtDNA), spezielle Enzyme und eigene Ribosome.
MIT GENUG ANTIOXIDANTIEN DEN ZELLSTRESS ANGEHEN

Vitamin A im Fleisch und anderen tierischen Produkten

Provitamin A aus pflanzlicher Nahrung

Vitamin C: u.a. Zitrusfrüchte, Beeren, Tomaten, Paprika, Kartoffeln, grünes Blattgemüse, Blumenkohl

Vitamin E: u.a. Rosenkohl, Spinat, Nüsse, Vollkorn, Eier, Garnelen, Aal

Flavanoide: z.B. Grüntee, Wein, Weintrauben, Traubensaft

Karotinoide: u.a. Möhren, Tomaten, grünes Gemüse, rote Bete, Kürbis, Mangold, Aprikose

Andere wichtigen Mikronährstoffe: z.B. Q 10 (Ubichinon-10), Magnesium, Selen, Allicin, Molybdän, Mangan, Chrom, Zink, Eisen, Calcium

Mitochondrien Medizin und Mitochondriopathie


Was sind Mitochondrien?


Mitochondrien sind kleine, ovale Strukturen (Organellen) in der Zelle, die als das "Kraftwerk" der Zelle bezeichnet werden können. Sie sind für die Zellatmung und Kontrolle des Erbgutes zuständig. Die Energieversorgung der Zellen führen Mitochondrien über die Erzeugung von ATP (Adenosin-Tri-Phosphat) rund um die Uhr aus. ATP ist ein Energie tragender und Energie vermittelnder körpereigener Stoff. Ausreichende ATP-Produktion in den Mitochondrien bedingt das richtige Funktionieren jeglicher Körperorgane.

In der Vergangenheit hat man behauptet, dass es 3 bis 5 Mitochondrien je Zelle gibt. Heute, in Zeiten moderner Forschung, steht fest: jede Zelle besitzt ca. 1,500 Mitochondrien. Nervenzellen und Leberzellen enthalten sogar bis zu 5.000 dieser Organellen. Je mehr Energie ein Organ zum richtigen Funktionieren braucht, desto mehr Mitochondrien weist er auf, die es versorgen.

Mitochondrien können in ihren lebenswichtigen Funktionen durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt werden, z.B.:
  • psychischer und physischer Stress
  • psychische und physische Traumata, vor allem im Kopf-und Halsbereich
  • freie Radikale (oxidativer / nitrosativer Stress)
  • Wirkung von Toxinen und Umweltgiften (Rauchen, Schwermetalle, Pestizide, Insektizide, Haushaltschemie)
  • Fehlernährung (z.B. reich an Kohlenhydraten und Nitraten)
  • Darmerkrankungen
  • Mangel an lebenswichtigen Mikronährstoffen
  • chronische Entzündungen
  • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente u.v.m.

Weiter zum Thema:

Was ist eine Mitochondriopathie?
Wie entsteht Mitochondriopathie?
Nitrosativer und Oxidativer Stress
Therapie bei Mitochondriopathien

Was ist eine Mitochondriopathie?

Als Mitochondriopathie wird der pathologische Zustand der Mitochondrien beschrieben, die in ihrer Funktion, ATP herzustellen, gestört sind. Anhaltende Mitochondriopathie kann zu sehr unterschiedlichen Multisystemerkrankungen führen, die wegen ihrer Ausmaße das Niveau von Zivillisationskrankheiten erreicht haben.

In der biologischen Medizin wurde infolge langjähriger Forschung bereits erwiesen und annerkannt, dass 90% aller chronischen physiologischen Erkrankungen im menschlichen Körper auf die defekte Funktionsweise innerhalb von Mitochondrien zurückzuführen sind.

Die Entstehung von folgenden Erkrankungen wird bereits mit Mitochondriopathie in Zusammenhang gebracht:

  • Demenz, Alzheimer
  • Parkinson, Epilepsie
  • Depression und Schizofrenie
  • Burnout Syndrom
  • Chronisches Erschöpfungssyndrom / Myalgische Enzephalomyelitis
  • ADHS, Konzentrationsstörungen,
  • Diabetes Mellitus, Übergewicht, metabolisches Syndrom
  • Krebs, Autoimmunerkrankungen
  • Herzinfarkt, Schlaganfall, Arterielle Sklerose, Hypertonie
  • Nahrungsmittelintoleranzen, Allergien, Neurodermitis
  • chronische Entzündungen und mehr...

Wie entsteht Mitochondriopathie?

Die Hauptfunktion der Mitochondrien besteht in der Energieversorgung der Zellen und dadurch des ganzen Körpers. Dafür wird aus Sauerstoff, Zucker und Phosphor ATP gebildet. Bei diesem Stoffwechsel-Vorgang entstehen freie Sauerstoff-Radikale und Stickstoffmonoxid (NO Gase), die hochreaktiv sind. Im Normalfall werden diese Stoffwechselabfälle durch Antioxidantien direkt neutralisiert.

Allerdings können diese natürlichen Stoffwechselvorgänge aus dem Gleichgewicht geraten, wenn negative Einflkussfaktoren ins Spiel kommen (Ernährungsmängel, falsche Diät, seelische und körperliche Belastungen, bestimmte Medikamente, Toxinen, etc.)

Was läuft im Körper während der Mitochondriopathie ab?

Bei einem gestörten mitochondrialen Stoffwechsel werden die freien Sauerstoff-Radikale und NO Gase innerhalb des Mitochondriums weiter willkürliche Bindungen eingehen und mutieren, wodurch die Membranen und die DNA des Mitochondriums erheblich beschädigt werden. Die betroffenen Mitochondrien sind so nicht mehr in der Lage, genügend ATP herzustellen; es kommt zur energetischen Unterversorgung der Organe und folglich zur Beinträchtigung ihrer Funktionen. Der pathologische Zustand ist durch den Begriff des Nitrosativen und Oxidativen Stresses medizinisch erfasst.

Nitrosativer Stress

Leistungsfähige Mitochondrien neutralisieren die NO Gase, die während der ATP Bildung als Nebenprodukt entstehen. Sind sie jedoch in dieser Funktion beeinträchtigt, so bleiben übeschüssige NO Gase in Mitochondrien und bewirken gefährliche chemische Reaktionen. Auf diesem Weg kommt der Nitrostress zustande, der die mitochondriale Leistung gesundheitsbedrohlich blockieren kann.

Oxidativer Stress

Mitochondrien benötigen den von uns eingeatmeten Sauerstoff, um die Energie (ATP) bilden zu können. Der oxidative Stress ist ein unerwünschter Zustand innerhalb von Zellen, die durch freie Sauerstoff-Radikale entsteht. Die freien Sauerstoffradikale sind Abfallprodukte der ATP Bildung in Mitochondrien (neben NO Gasen), die im Normallfall beseitigt werden. Oxidativer Stress kann ebenso wie Nitrostress die Mitochondrien dauerhaft in ihren Funktionen beschädigen.

Folgen für den gesamten Organismus

In diesem Zusammenhang spricht man von erworbenen Störungen des mitochondrialen Energiestoffwechsels, dem sog. bioenergetischen Defizit. Durch die Mitochondriopathie gestörte Mitochondrien stellen nicht mehr ausreichend ATP her. So blieben auch Zellen und Organe von der Hauptquelle der Energie ausgeschlossen. In  dem Zustand ist der Organismus negativen Einflussen wie z.B. Viren, Bakterien, Umweltgifte, psychische und körperliche Belastungen verstärkt ausgesetzt gegen die er sich nicht mehr effizient wehren kann.

Laut der mitochondrialen Forschung bewirkt die unzulängliche Mitochondrienfunktion den Abbau und Schwund notwendiger Hormone, Enzyme, Aminosäuren und Immunzellen einerseits und begünstigt andererseits die weitere Freisetzung von Sauerstoff-Radikalen und NO Gasen, die als Krankheitsauslöser beteiligt sind. Unterversorgte Zellen und Organe lösen verfrühte Alterungsprozesse des gesamten Organismus aus.

Therapie bei Mitochondriopathien

Regenerative Mitochondrien-Meidzin stellt ein therapeutisches Konzept auf, welches die gestörte Zellleistung mit der gezielten Zufuhr von hochdosierten Präparaten behandelt, um sie wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten.

Zu diesem Zweck werden dem Patienten oral und per Infusion Coenzym Q10 (anders Ubichinon 10), Vitamine, Spurenelemente (z.B. Molybdän, Mangan, Chrom), Mineralien (z.B. Magnesium, Calcium, Eisen, Zink oder Selen), Antioxidantien, Aminosäuren und sekundäre Pflanzenstoffe (sog. Flavonoide) verabreicht. Diese Art der Behandlung mit Vitalpräparaten und Mikronährstoffen in hochkonzentrierter Form ist unter der Bezeichnung Orthomolekulare Behandlung bekannt (mehr...)


Literatur:
  1. Dr. Mutschler, Rainer, "Praxistipps: Regenerative Mitochondrien-Medizin- von der Forschung in die Praxis", in: Zeitschrift für Orthomolekulare Medizin 3/2012
  2. Dr. Bieger, Wilfried, "Neutostress Guide. Ein innovatives, diagnostisches und therapeutisches Stufenprogramm bei Neurotransmitter-Störungen", 2007
  3. Prof. Pall, Martin, The NO/ONOO- cycle as the cause of complex mitochondrial/energy metabolism dysfunction, Seminar Klinische Mitochondrien- und Umweltmedizin 2013


Letzte Änderung: 09.04.2013

Biomedizin Blog

Hochdosierte Vitamin-Therapie kann defekte Enzyme reparieren
Beitrag lesen

Cellsymbiosis Therapie® "zählt zur sogenannten
Komplementärmedizin, spricht aber die selbe Sprache wie die Schulmedizin. Dabei wird sie
von Praxisstudien und Laboruntersuchungen, die nach streng wissenschaftlichen Kriterien
durchgeführt werden, gestützt. So arbeiten auch viele Ärzte mit diesem Werkzeug, das auch
schulmedizinische Methoden perfekt ergänzt." (Railax 2009)

Hier können Sie ein spannendes fachliches Interview mit Dr. med. Rainer Mutschler und HP Uri Lempert zum Thema Cellsymbiosis Therapie® nachlesen.

(PDF, Größe 1,12 MB)

Text erschienen in Zetrschrift Railax 2009

Mitochondrien: Kraftwerke in unseren Zellen


Jede Zelle menschlichen Körpers enthält mindestens 1500 Mitochondrien, die ihre Energieversorgung sicherstellen.

Nervenzellen setzen sich sogar aus bis zu 5.000 Mitochondrien zusammen.

In jedem Mitochondrium läuft ein ununterbrochener Prozess der Energieherstellung über Bildung von ATP ab.

ATP stellt unmittelbar verfügbare Energie in jeder Zelle bereit.

Mitochondrien produzieren am Tag so viel Kilogramm ATP, wie viel wir wiegen.

Mit der in Mitochondrien produzierten Energie werden die Zellen und somit ganze Organe versorgt.

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