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Lyme - Borreliose

Lyme-Borreliose (verkürzt Borreliose) ist die häufigste Erkrankung, die von Zecken auf Menschen und Tiere übertragen wird. Borreliose kommt überall dort vor, wo die Zecken leben - somit auch in Deutschland. Auslöser der Krankheit sind schraubenförmige Bakterien borrelia burgdorferi. Nicht alle Zecken sind mit Borrelien infiziert - der Prozentsatz variiert regional. In manchen Gebieten kann die Durchseuchung der Zecken mit Borrelien 50 % betragen. In Deutschland befinden sich die Regionen mit größtem Zeckenbefall in der Mitte und im Süden des Landes. Gegen Borreliose gibt bisher keine Impfung.

Borreliose ist eine Multi-Organ-Erkrankung: der Verlauf der Krankheit ist vielschichtig und die Bakterien können bei Infizierten jedes Organ, das Nervensystem und die Gelenke sowie das Gewebe befallen.


Wie gelangen Borrelien in den Körper?

Nicht jeder Zeckenstich bedeutet eine Infizierung mit Borreliose. Wer jedoch das Pech hat, von einer mit Borrelien infizierten Zecke gestochen worden zu sein, soll sich auf jeden Fall zu einem Arzt begeben. Die Übertragung erfolgt nur von einer Zecke auf einen Menschen oder ein Tier. Übertragungen zwischen Menschen und Tieren sind nicht bekannt.

Die Bakterien gelangen in den Körper während eines Saugaktes. Die Zecke bohrt sich durch die Haut mit ihren Vorderbeinen, die mit Klauen ausgestattet sind und führt ihren Stech- und Saugapparat in die fein gebohrte Öffnung rein. Da die, für Borreliose verantwortlichen Borrelien im Mitteldarm der Zecke gelagert werden, erfolgt die Infizierung nicht direkt nach dem Saugbeginn, sondern erst mit den Ausscheidungen der Zecke, die in die Wunde gelangen. An dieser Stelle ist Folgendes äußerst wichtig:
  • Das frühzeitige Entfernen einer Zecke kann Borreliose verhindern!
  • Die richtige Entfernung einer Zecke ist sehr wichtig. Sie darf auf keinen Fall zerquetscht werden - denn so können die Bakterien aus dem Mitteldarm der Zecke durch die Wunde in den Wirtsorganismus reingedrückt werden!

Wie verläuft Borreliose?

In dem ersten Stadium der Krankheit, dh. Tage oder Wochen nach dem Zeckenstich, bildet sich eine ringförmige Rötung (sog. Wanderröte) um die Stichstelle. Dieses Anzeichen wird jedoch nur in 40 bis 60% der Fälle bemerkt, bzw. die Wanderröte tritt gar nicht auf. In manchen Fällen wird Borreliose zu ihrem Beginn von grippe-ähnlichen Symptomen begleitet.

Die Wanderröte tritt nur in 75% der Borreliose-Fälle auf. Um sicherzugehen, dass man durch einen Zeckenstich mit Borreliose nicht infiziert wurde, soll die Zecke nach ihrem Entfernen auf Borrelien untersucht werden. Die Diagnostik beim Patienten erfolgt durch serologische Abklärung (Suche nach erregerspezifischen Antikörpern) und einen sog. Lymphozytentransformationstest (LTT).

Im fortgeschrittenen Stadium (Monate bis Jahre nach dem Zeckenstich) kann sich die Borreliose durch sehr unterschiedliche Symptome auszeichnen, darunter:
  • Gelenke-, Knochen- und Muskelschmerzen
  • akute und chronische Hautveränderungen
  • Beinträchtigung des Nervensystems
  • Sinnesstörungen
  • Stoffwechselstörungen
  • gastrologische Beschwerden
  • neu auftretende Nahrungsunverträglichkeiten
  • psychische Störungen etc.
Wenn mehr als drei der Symptome gleichzeitig vorkommen, ist das in der Regel ein Zeichen für eine chronische Borreliose-Krankheit, die durch einen Bluttest festgestellt wird.

Literatur
  1. Dr. Mutschler, Rainer, Naturheilkundliche Aspekte in der Behandlung der Borreliose und Co-Infektionen, Patientenvortrag im Bundesverband Zeckenkrankheiten e.V. (BZK), Bensheim 2013
  2. Online-Portal www.zecken.de
  3. Homepage von Dr. Klinghardt, Dietrich www.klinghardtacademy.com

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Letzte Änderung: 09.04.2013

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Lieblings-Aufenthaltsorte der Zecken sind Gräser und Sträucher an den Wegrändern. Von dort aus, und nicht von Bäumen herab, gelangen sie auf ihre "Opfer".

Es gibt kein Mittel mit 100% Wirkung gegen Zecken. Die grundlegende Schutzmaßnahme ist daher geschlossene Bekleidung in hellen Farben und geschlossene Schuhe während Spaziergängen und Wanderungen in Risiko-Gebieten. Jedes Mal soll man den Körper nach Zecken genau absuchen, vor allem den Kopf, Nacken, Knie- und Achselhöhlen, Bauchnabel und Intimbereiche: Zecken bevorzugen diese Körperteile, weil sie warm und dünnhäutig sind.

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